Familientradition und neue Wege

Eigentlich war Dagmar Selje das Puppenspiel schon in die Wiege gelegt: Ihr Vater, der Bielefelder Puppenspieler Helmut Selje, hatte von Anfang an Privat- und Berufsleben so eng miteinander verknüpft, dass Dagmar Selje zwischen all den Puppen, der Bühne und den Aufführungen aufwuchs.

So gründete sie 1986, parallel zum Magisterstudium, mit Gilbert Bender die erste eigene Bühne, das "Türrahmentheater" und trat erstmals unabhängig vom Vater auf. Sechs Jahre danach eröffnete sie im Weserbergland ihre erste Handpuppenbühne, die "Schaumburger Puppenspiele".

Am 30. März 1995 starb ihr Vater und sie begann in Absprache mit der Stadt Bielefeld in der festen Spielstätte "Zentrum Bielefelder Puppenspiele" als "Dagmar Selje Puppenspiele" ihre nun offizielle Bielefelder Laufbahn.

Mit ihrem Ensemble bietet sie im 14tägigen Rhythmus in dem Theater an der Ravensbergerstraße mit 154 Plätzen den kleinen und großen Bielefeldern und vielen Gästen aus der Region ein umfangreiches Programm.
In der übrigen Zeit des Jahres ist sie mit ihrer mobilen Bühne in ganz Deutschland unterwegs: Man trifft sie zu Gast bei Kulturämtern, Gemeindefesten, auf großen Stadtfesten oder auch in Kindergärten und Schulen.

Das Repertoire reicht von der Bearbeitung klassischer, wie auch zeitgenössischer Kinderliteratur, über Märcheninszenierungen, das traditionelle Kaspertheater, bis hinzu modernem Improvisations- und MitmachTheater.